Baddiel

Notizen 

Gepfeffertes Interview

Ich lese gerade in Michael Schenks „Medienwirkungsforschung“ über den Einfluss der Massenmedien. Passend dazu zeigt der FailBlog folgendes. Großartig!

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Blubb

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Die großen weißen Vögel

Seit Tocotronic im vergangenen Jahr nach ihrem Konzert auf dem Berlin-Festival
"Die großen weißen Vögel" der ehemaligen Fassbinder-Ehefrau Ingrid Carven laufen ließen, suchen Felix und ich verzweifelt dieses Lied.

Deprimierender Zwischenstand letzte Woche:
Es gibt anscheinend keine (vollständige) digitale Version zu erwerben und die CD ist nirgends nirgends nirgends lieferbar.
Allein die beinahe kongeniale, unten eingebundene Interpretation von Georgette Dee sowie ein Cover von Tim Fischer habe ich bisher gefunden.
Wer das Lied auf Platte, CD oder als Datei haben sollte (oder es ziemlich gut nachsingen kann), weiß ab sofort, wie er zwei Menschen sehr glücklich machen kann.
Fürs Erste würde ich auch Interpretationshilfe bei der unten fett markierten Stelle aktzeptieren.


Die großen weißen Vögel

Weit draußen auf dem blauen Meer
erklingt ein Lied von Wiederkehr,
ein Lied vom Leben.
Matrosen singen es zur Stund,
da sie den Freund dem Meeresgrund
tot übergeben.
Im Tuch aus Leinen ruht er schön
und hört leis weiße Flügel gehn
in blauen Fernen.
Ein Lächeln schmückt ihn, wo er liegt.
Das ist die Seele, denn sie fliegt
nicht zu den Sternen.

Und seinen Leichnam ruft ein Lied,
das lockend über Klippen zieht,
wie Wind und Welle.
Schäumt auch die Meeresfläche wild,
Gedanken formen doch ein Bild
aus seiner Seele.
Der schöne Seemann, wie ein Stein,
sank in die tiefe Flut hinein,
in eine Wiege.
Zur selben Stund hoch in der Luft
ein großer weißer Vogel ruft:
den Tod besiege!
Seht ihr die weißen Möwen dort,
sie fliegen weit vom Ufer fort
im Meerestosen.
Sie formen Schreie und erzählen:
unsre Flügel sind die Seelen
der Matrosen.
Der Meeresfluten kühles Grab
zieht dich, Matrose, tief hinab,
dich zu vereinen
mit allen, die an dich gedacht
und die in ferner stiller Nacht
leis um dich weinen, weinen, weinen.

Filed under  //   Vögel  

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Oh No You Didn't

Dieser Song, dessen Herkunft zunächst nicht ganz klar war, ist wohl die
musikalische Untermalung eines Trailers zu einem Videospiel (das ich ganz
bestimmt nicht hätte spielen dürfen).
Schade, ich hatte zunächst ein wenig auf ein geheimes Projekt der Sparks gehofft.

So oder so - ein Ohrwurm!

Oh No You Didn't by Ea Choir  
(download)

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Hausaufgaben

Dass die Gadsdens die beste Band des Jahres sind, habe ich ja schon mal hier angedeutet. Soeben haben die in Melodien badenden Jungs auf MySpace zwei neue Songs veröffentlicht. Wer davon nicht zumindest "Lent" anhört, darf nie wieder diesen Blog lesen! Ich werde das am Sonntag abprüfen. Bis dahin schon mal die Hefte raus.

Ich unterrichte derweil ein paar Tage BritPop und Indie in Bamberg.
Hoffentlich schwänzen nicht wieder so viele wie im September!

Bis Sonntag.

P.S.:
Extraufgabe für drei Sternchen:
Die Streber Dietrich, Felix und Jule, die die Gadsdens bereits "sehr gut" kennen, denken sich bis Sonntag bitte neue Schachvariationen aus (gefunden im Spreeblick).

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Der kleine Bruder


Dass ich immer zwei Jahre älter als mein Bruder bin, zählt zu den wenigen Konstanten in meinem Leben.

Nun, als er gerade ein wenig sprechen und begreifen konnte, vielleicht mit drei Jahren, war ich demnach also fünf Jahre alt.
Damals muss ich entweder gerade Geburtstag gehabt haben oder überzeugend den Joseph in der Kindergartenaufführung der Weihnachtsgeschichte gespielt haben - irgendwie bin ich an eine stattliche Sammlung von Eine-Mark-Stücken gekommen.

Mein Bruder und ich besaßen in dieser Zeit beide den gleichen hölzernen Würfel, der von der Raiffeisenbank Asbach als Spardose gedacht war. Nur fehlte ihm für sein Münzengrab eine ebenso beeindruckende Sammlung von Kleingeld, wie ich sie mein Eigen nannte.

Er, schon damals in pekuniären Dingen weitaus cleverer als ich, sah mich an und flehte ebenso herzergreifend wie wortkarg: "Maaaark".
Ich, schon damals in emotionalen Dingen weitaus uncleverer als er, gab ihm ein Markstück ab. Auch beim zweiten, dritten und vierten "Maaaark", konnte ich dem süßen Blutsverwandten nicht widerstehen und erspielte mit weiteren Münzen ein wenig Lebensglück am brüderlichen Mini-Daddelautomat.
Erst nachdem das vielleicht fünfzehnte und letzte Markstück von meiner Hand in seinen Würfel gewandert war, begriff ich, dass ich zum ersten mal in meinem Leben pleite war. Und weinte.

Unbestritten (im Gegensatz zu den Details der Rückzahlung) war für mich:
Ich hatte einen Fehler begangen, der sich nicht wiederholen sollte ...
Bis ich vor einigenTagen bemerkte, dass ich die "Noah And The Whale"-CD, die ich in diesem Blog verlosen wollte, da ich sie per Zufall in dreifacher Ausführung besaß, an ebenso viele Freunde verschenkt hatte. Nun bleibt weder ein Exemplar für mich, noch für einen etwaigen Gewinner.
Damals wie heute gilt: Ich muss mir etwas einfallen lassen.

Werde wohl wieder zur Mama laufen ...

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Karl Bruckmaier

Wenn ich mal groß bin, will ich so schreiben wie er dort.

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Marius

Weißt du noch Marius, als wir damals das erste mal zusammen aufgelegt haben?
Wir haben uns extra diese komischen Baumarktkoffer gekauft, um CDs zu transportieren.
Das fanden wir professionell. Später, am Abend, waren wir irre stolz, dass die Band, in der einer von Franz Ferdinand mal gespielt hat, zu Bowie und sogar zu den Libertines getanzt hat.
Danach haben wir uns in Bier auszahlen lassen, sind auf meinem Balkon gewankt und haben dieses eine Album eingelegt. Schönheit der Chance, Neulich als ich dachte, Schreit den Namen meiner Mutter, Das war ich, Fuer immer die Menschen, Die Bastarde, die dich jetzt nach Hause bringen.
Sonnenaufgang, Bier, Repeat. Immer wieder Bier und Repeat. Ich habe keine Ahnung mehr, wie oft wir das Album gehört haben, wie unglaublich betrunken wir gewesen sein mussten und wann oder wie wir den Morgen beendet haben.
Manchmal fühlt es sich so an, als wäre er nie geendet.

Du wohnst jetzt in Bonn, ich hier. Und ich vermisse dich so viel mehr, als den Moment, als wir Tomte entdeckten.
Du bist ein hübscher Junge, in einem schönen Quartier. Fühl dich einmal wie ein König. Ich weiß, heute Nacht geht jemand mit zu dir.

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Eklat!

Huch, da ist man mal 'ne Nacht unterwegs, schon hagelt es Eklats:
Kurany-Eklat!
Reich-Ranicki-Eklat!
immer noch Banker-Eklat!


Dabei ging folgende Meldung ein wenig unter:

Nahverkehr-Eklat: 
Ein junger Zugezogener benötigte am frühen Sonntagmorgen deutlich mehr als eine Stunde, um vom Berliner Ortsteil Kreuzberg ins benachbarte Friedrichshain zu gelangen.
"Die Berliner Verkehrbetriebe zeigen schon seit langem eine fast sadistische Freude am Ersatzverkehr und Busfahrer warten nicht mehr auf herannahende Gäste mit deutlich erkennbarer Beförderungsabsicht!"
, so der enttäuschte 27jährige.
Weiterhin kritisierte er die "mehr als verwirrende Informations- und Beschilderungslage" auf seiner "Odyssee".
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wiesen auf Anfrage dieses Blogs darauf hin, dass mehrere Zeugen den jungen Mann als "verwirrt", "übermüdet" und "offensichtlich mindestens angeheitert", wenn nicht sogar "gut dabei" beschrieben.
"Komplikationen sind in einem solchen Zustand nahezu unvermeidlich und können nicht auf uns zurückgeführt werden", so die Pressesprecherin der BVG, Birgit Lange-Warten, weiter.
Der zornige Fahrgast stritt diese Darstellung vehement ab:
"Wissen sie, ich schreibe gerade mein Diplom, nichts liegt mir ferner als Alkohol und Zerstreuung. Aber soll man Ehrlichkeit ausgerechnet von einem Verein erwarten, der sich 'Berliner Verkehrsbetriebe' schimpft und das dann mit 'BVG' abkürzt?"



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Verperlung

Dieser Sonntag wird ja immer besser. Dittsche ist gestern nach viel zu langer Sommerpause in die zehnte Staffel gestartet und promt wartet der dazugehörige Podcast auf mich.

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